Wissen
Sicherheits-Lexikon
Fachbegriffe aus Alarm-, Video-, Brandmelde-, Zutritts- und Pflegetechnik – kurz und verständlich erklärt. 149 Einträge von A bis Z, nach Thema filterbar.
149 Begriffe
A
Aktive Identmittel
Identmittel mit eigener Batterie, zum Beispiel Funkhandsender oder aktive Transponder. Sie senden ihr verschlüsseltes Signal selbstständig an den Leser und funktionieren dadurch auch aus größerer Entfernung – ähnlich wie der Funkschlüssel eines Autos. Die Batterie muss von Zeit zu Zeit gewechselt werden. Gegenstück sind die passiven Identmittel.
Alarmanlage
Umgangssprachlicher Begriff für eine Einbruchmeldeanlage (EMA): eine Anlage, die Gebäude oder Räume auf unbefugtes Eindringen überwacht und im Ernstfall Alarm gibt. Die ausführliche Erklärung steht unter diesem Fachbegriff. Einen Überblick über Aufbau und Varianten gibt die Seite Alarmanlage.
Ansaugrauchmelder (ARM)
Anderer Begriff für Rauchansaugsystem (RAS): ein Brandmelder, der über Rohrleitungen ständig Raumluft ansaugt und zentral auf Rauchpartikel prüft. Ein Ansaugrauchmelder kann viele einzelne Punktmelder ersetzen.
App
Kurzform von „Application“, also ein Anwendungsprogramm für Smartphone oder Tablet. In der Sicherheitstechnik dient die App zum Scharf- und Unscharfschalten, zum Empfang von Alarm- und Störungsmeldungen per Push-Nachricht, zum Ansehen von Kamerabildern oder zum Freigeben von Türen. Der Zugang sollte verschlüsselt und durch eine Zwei-Faktor-Anmeldung geschützt sein.
Auflösung
Anzahl der Bildpunkte (Pixel), aus denen ein Kamerabild besteht. Je höher die Auflösung, desto mehr Details sind erkennbar, etwa Gesichter oder Kennzeichen. Gleichzeitig steigen Datenmenge, Speicherbedarf und Netzwerklast.
Gängige Werte sind Full HD (1920 × 1080 Pixel, rund 2 Megapixel), 5 Megapixel und 4K (3840 × 2160 Pixel, rund 8 Megapixel). Für ein gutes Bild zählen aber auch Objektiv, Bildsensor und Beleuchtung.
Außenhaut-Überwachung
Überwachung der äußeren Gebäudehülle – also von Fenstern, Türen, Dachfenstern und Kellerschächten – mit Öffnungs-, Glasbruch- oder Erschütterungsmeldern. Ein Einbruchversuch wird so erkannt, bevor der Täter im Gebäude ist. Weil sich Bewohner drinnen frei bewegen können, eignet sich die Außenhaut-Überwachung auch für die Nacht oder wenn jemand zu Hause ist.
Außenhüllen-Überwachung
Anderer Begriff für Außenhaut-Überwachung: Fenster, Türen und andere Öffnungen der Gebäudehülle werden auf Öffnen, Aufhebeln oder Glasbruch überwacht.
Automatische Wasserabschaltung
Motorisch betriebenes Absperrventil an der Hauptwasserleitung, das sich schließt, sobald ein Wassermelder ein Leck erkennt. Auf Wunsch sperrt es das Wasser auch bei jeder Scharfschaltung oder nach Zeitplan ab. So bleibt ein Rohrbruch im Urlaub ein kleiner Schaden.
B
Bedrohungsalarm
Alarm für den Fall, dass jemand gezwungen wird, die Alarmanlage auszuschalten – meist durch Eingabe eines besonderen Bedrohungscodes am Bedienteil. Die Anlage schaltet scheinbar normal unscharf, meldet aber unbemerkt einen stillen Alarm an eine Notruf- und Serviceleitstelle oder einen Wachdienst. Sirenen und Blitzleuchten bleiben aus, um die bedrohte Person nicht zusätzlich zu gefährden.
Berührungslose Identmittel
Identmittel wie Chipkarten, Schlüsselanhänger oder Armbänder, die ohne Kontakt an einen Leser gehalten werden. Sie arbeiten meist mit RFID-Technik und beziehen ihre Energie aus dem Feld des Lesers, deshalb funktionieren sie nur aus kurzer Entfernung. Für sicherheitsrelevante Türen sollten Medien mit verschlüsselter Datenübertragung eingesetzt werden, da einfache Medien leicht kopierbar sind.
Bettausstiegsalarm
Meldung an das Pflegepersonal, wenn eine sturzgefährdete Person das Bett verlässt oder sich zum Aufstehen aufrichtet. Sensoren am oder neben dem Bett erkennen dies kontaktlos und melden es über die Lichtrufanlage. Optional wird gemeldet, wenn jemand nach einer einstellbaren Zeit nicht ins Bett zurückkehrt. So kann eine Pflegekraft rechtzeitig unterstützen, bevor es zu einem Sturz kommt.
Bewegungsmelder
Melder, der Bewegungen in einem Raum oder im Außenbereich erkennt und daraufhin einen Alarm oder eine Schaltung auslöst. In Alarmanlagen werden vor allem passive Infrarotmelder (PIR) und Dual-Melder eingesetzt. Gute Melder erkennen, wenn sie abgedeckt werden (Anti-Masking), und lassen sich so einstellen, dass kleinere Haustiere keinen Alarm auslösen.
Bildermelder
Melder, der wertvolle Gegenstände wie Gemälde, Skulpturen oder Ausstellungsstücke überwacht. Er löst Alarm aus, sobald das Objekt berührt, bewegt oder abgehängt wird. Bildermelder werden vor allem in Museen, Galerien und bei privaten Sammlungen eingesetzt.
Biometrie
Erkennung von Personen anhand individueller körperlicher Merkmale wie Fingerabdruck, Gesicht, Iris oder Handvenen. In der Zutrittskontrolle ersetzt oder ergänzt Biometrie Schlüssel, Karten und Codes – das Merkmal kann weder verloren noch weitergegeben werden. Biometrische Daten gelten nach der DSGVO als besonders schützenswert. Mehr dazu auf der Seite Biometrischer Zutritt.
Brandabschnitt
Baulich abgetrennter Teil eines Gebäudes, dessen Wände und Decken einem Feuer für eine festgelegte Zeit standhalten. So soll sich ein Brand nicht auf benachbarte Bereiche ausbreiten. Größe und Ausführung von Brandabschnitten schreibt das Baurecht vor; notwendige Öffnungen werden zum Beispiel mit Brandschutztüren gesichert.
Brandfallsteuerung
Automatisches Ansteuern von Gebäudetechnik durch die Brandmeldeanlage im Brandfall. Typisch sind das Schließen von Brandschutztüren, das Abschalten von Lüftungsanlagen, das Öffnen von Rauchabzügen, das Fahren von Aufzügen in eine sichere Etage und das Auslösen von Sprachdurchsagen. So werden Feuer und Rauch eingedämmt und Fluchtwege freigehalten.
Brandgas- oder Rauchgasmelder
Melder, der Verbrennungsgase wie Kohlenmonoxid in der Raumluft misst und bei Überschreiten eines Grenzwerts Alarm auslöst. Weil solche Gase schon bei Schwelbränden entstehen, kann er früh warnen. Häufig ist der Gassensor mit weiteren Sensoren kombiniert, siehe auch CO-Melder und Mehrfachsensormelder.
Brandmeldeanlage (BMA)
Anlage, die Brände automatisch über Melder oder von Hand über Handfeuermelder erkennt, Personen im Gebäude alarmiert und den Alarm meist direkt an die Feuerwehr weiterleitet. Zusätzlich steuert sie Brandschutzeinrichtungen wie Brandschutztüren, Lüftung oder Aufzüge (siehe Brandfallsteuerung). Planung, Errichtung und Betrieb richten sich nach DIN 14675 und DIN VDE 0833; ob eine BMA vorgeschrieben ist, regelt das Baurecht. Mehr dazu auf der Seite Brandmeldeanlage.
Brandmelder
Oberbegriff für Geräte, die einen Brand erkennen und melden. Automatische Brandmelder reagieren auf Rauch, Wärme, Flammen oder Brandgase; nichtautomatische Brandmelder wie der Handfeuermelder werden von Hand ausgelöst. Welcher Meldertyp passt, hängt vom Raum, seiner Nutzung und den zu erwartenden Störgrößen ab.
Brandschutzplan
Grundrissplan eines Gebäudes, der die wichtigsten Brandschutzeinrichtungen zeigt – etwa Flucht- und Rettungswege, Feuerlöscher, Handfeuermelder und Brandabschnitte. Er dient Betreibern, Brandschutzbeauftragten und Einsatzkräften zur Orientierung. Speziell für die Feuerwehr werden Feuerwehrpläne nach DIN 14095 erstellt.
Brennweite
Kenngröße eines Objektivs, angegeben in Millimetern. Eine kurze Brennweite ergibt einen weiten Bildwinkel mit großem Überblick, eine lange Brennweite einen engen Ausschnitt, in dem entfernte Details größer erscheinen. Bei Varioobjektiven lässt sich die Brennweite passend zur Szene einstellen.
Bus
Gemeinsame Datenleitung, über die viele Geräte – etwa Melder, Bedienteile oder Türleser – mit einer Zentrale kommunizieren. Statt jedes Gerät einzeln zu verdrahten, hängen alle an einer Leitung und werden über eine eigene Adresse angesprochen. Das spart Kabel und zeigt genau an, welches Gerät ausgelöst hat.
C
CO-Melder
Kohlenmonoxidmelder warnen vor dem giftigen Gas Kohlenmonoxid (CO), das man weder sehen, riechen noch schmecken kann. Es entsteht bei unvollständiger Verbrennung, etwa durch defekte Heizungen, Kaminöfen oder Gasthermen. Ein CO-Melder gehört deshalb in Räume mit Feuerstätten – einen Rauchwarnmelder ersetzt er nicht.
D
Datenschutz
Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch und das Recht jedes Menschen, selbst über deren Verwendung zu bestimmen. Für Videoüberwachung, Zutrittskontrolle und Ereignisprotokolle gilt vor allem die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Daten dürfen nur für einen festgelegten Zweck erhoben, nicht länger als nötig gespeichert und müssen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.
Dekubitus
Druckgeschwür, das entsteht, wenn Haut und Gewebe lange Zeit belastet werden – etwa bei bettlägerigen Menschen. Zur Vorbeugung gehören vor allem regelmäßige Lagewechsel. Sensoren am Bett können Liegezeiten und Bewegungen erfassen und Pflegekräfte an eine fällige Umlagerung erinnern.
Diebstahlmelder
Melder, der Alarm auslöst, sobald ein überwachter Gegenstand entfernt oder von seiner Halterung gelöst wird. Typische Einsatzorte sind Verkaufsräume, Ausstellungen und Museen. Je nach Ausführung arbeiten Diebstahlmelder mit Kontakten, Magneten oder Neigungs- und Erschütterungssensoren.
Digitaler Schließzylinder
Elektronischer Ersatz für einen mechanischen Schließzylinder. Er passt in die übliche Aussparung im Türschloss und lässt sich erst betätigen, wenn ein berechtigtes Identmittel wie Chip, Karte oder Smartphone erkannt wird. Verlorene Medien werden einfach gesperrt, ohne das Schloss tauschen zu müssen. Die Energie liefert eine Batterie im Zylinder, eine Verkabelung ist nicht nötig.
Digitaler Zoom
Vergrößerung eines Bildausschnitts per Software. Dabei entstehen keine zusätzlichen Details: Die vorhandenen Bildpunkte werden nur größer dargestellt, das Bild wird mit zunehmender Vergrößerung unscharf und pixelig. Bei hochauflösenden Kameras ist der digitale Zoom trotzdem hilfreich, um Aufnahmen nachträglich auszuwerten. Gegenstück ist der optische Zoom.
DIN 14675
Deutsche Norm für Aufbau und Betrieb von Brandmeldeanlagen, insbesondere mit Aufschaltung zur Feuerwehr. Sie regelt alle Phasen von der Planung über Montage und Inbetriebsetzung bis zur Instandhaltung und verlangt, dass die ausführenden Fachfirmen dafür zertifiziert sind. Ergänzend gilt die Normenreihe DIN VDE 0833.
DIN 14676
Deutsche Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder in Wohnungen und Gebäuden mit wohnungsähnlicher Nutzung. Sie beschreibt, wo und wie Rauchwarnmelder geplant und montiert werden, und legt eine regelmäßige Inspektion fest – in der Regel einmal jährlich, unter anderem mit Prüfung von Funktion, Raucheintrittsöffnungen und Batterie. Die Melder selbst müssen der Produktnorm DIN EN 14604 entsprechen.
DIN EN 50131 (Grade)
Europäische Normenreihe für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen. Sie teilt Anlagen und Komponenten in vier Sicherheitsgrade ein: Grade 1 für geringes Risiko, Grade 2 für geringes bis mittleres Risiko – typisch für Privathaushalte und kleinere Betriebe –, Grade 3 für mittleres bis hohes Risiko, etwa Gewerbe mit wertvollen Waren, und Grade 4 für sehr hohe Risiken. Je höher der Grade, desto höher die Anforderungen an Sabotageschutz und Alarmübertragung.
Dual-Bewegungsmelder
Bewegungsmelder, der zwei Sensortechniken kombiniert: einen passiven Infrarotsensor (PIR) und einen Mikrowellensensor. Alarm wird nur ausgelöst, wenn beide Sensoren eine Bewegung erkennen. Dadurch sinkt das Risiko von Falschalarmen deutlich, etwa durch warme Heizungsluft oder Sonneneinstrahlung. Dual-Melder eignen sich besonders für schwierige Umgebungen wie Werkstätten, Lager oder Wintergärten.
E
Einbruch
Unbefugtes, meist gewaltsames Eindringen in ein Gebäude oder einen verschlossenen Raum, in der Regel mit dem Ziel eines Diebstahls. Täter nutzen häufig schlecht gesicherte Fenster, Terrassen- und Kellertüren. Neben dem materiellen Schaden leiden viele Betroffene lange unter dem Verlust ihres Sicherheitsgefühls. Ein erheblicher Teil der Einbrüche bleibt im Versuch stecken – oft wegen wirksamer Sicherungstechnik.
Einbruchmeldeanlage (EMA)
Gefahrenmeldeanlage, die Gebäude oder Bereiche auf unbefugtes Eindringen überwacht. Sie besteht aus einer Zentrale, Meldern wie Öffnungs-, Glasbruch- und Bewegungsmeldern, Bedienteilen und Signalgebern wie Sirenen. Im Alarmfall warnt sie vor Ort und meldet den Einbruch auf Wunsch an eine hilfeleistende Stelle. Anforderungen beschreiben DIN EN 50131, DIN VDE 0833 und – bei Versicherungsauflagen – die Richtlinien des VdS.
Einbruchschutz
Alle Maßnahmen, die ein unbefugtes Eindringen erschweren oder schnell melden. Am wirksamsten ist das Zusammenspiel von mechanischer Sicherung (einbruchhemmende Fenster, Türen und Schlösser), elektronischer Überwachung durch eine Einbruchmeldeanlage und umsichtigem Verhalten, etwa Fenster beim Verlassen schließen statt kippen.
Einschaltalarm
Meldung beim Scharfschalten, dass die Anlage nicht ordnungsgemäß scharf werden kann – etwa weil noch ein Fenster offen ist, ein Melder anspricht oder eine Störung vorliegt. Je nach System wird das Scharfschalten verhindert oder ein Alarm ausgelöst. Der betroffene Bereich wird angezeigt, damit er vor dem Verlassen geprüft werden kann.
Elektronische Möbel- und Schrankschlösser
Elektronische Schlösser für Schränke, Spinde, Schubladen und Schließfächer, die mit Chip, Karte oder Code geöffnet werden. Berechtigungen lassen sich für einzelne Personen vergeben, zeitlich begrenzen und jederzeit ändern – praktisch etwa für Umkleiden, Medikamentenschränke oder Büros mit wechselnden Arbeitsplätzen.
Elektronische Wandleser
Leser, der fest an der Wand neben einer Tür, einem Tor oder einem Aufzug montiert ist. Er prüft Identmittel wie Chip, Karte, Code oder Fingerabdruck und schaltet bei gültiger Berechtigung zum Beispiel einen elektrischen Türöffner, einen Torantrieb oder die Freigabe einer Etage im Aufzug.
Elektronischer Türdrücker
Türbeschlag mit eingebautem Leser, der den mechanischen Drücker ersetzt. Erst wenn ein berechtigtes Identmittel erkannt wird, kuppelt der Außendrücker ein und die Tür lässt sich öffnen. Elektronik, Leser und Batterie sitzen im Beschlag, deshalb ist meist keine Verkabelung nötig. Elektronische Türdrücker passen an viele handelsübliche Türen.
Erkennung ungewöhnlicher Bewegungen
Funktion der KI-gestützten Videoanalyse, die lernt, welche Bewegungen in einer Szene üblich sind, und Abweichungen hervorhebt – etwa eine Person, die sich nachts auf einem sonst leeren Gelände bewegt, oder ein Fahrzeug, das entgegen der Fahrtrichtung fährt. So fallen Ereignisse auf, die bei der Durchsicht vieler Kamerabilder leicht übersehen würden.
F
Falschalarm
Alarm, dem keine tatsächliche Gefahr zugrunde liegt. Ursachen sind etwa Bedienfehler, ungünstig platzierte Melder, Umwelteinflüsse wie Wasserdampf oder Insekten oder technische Defekte. Falschalarme führen zu unnötigen Einsätzen und können Kosten verursachen, wenn Polizei, Wachdienst oder Feuerwehr ausrücken. Sorgfältige Planung, geeignete Melder und regelmäßige Wartung senken das Risiko deutlich.
Fehlalarm
Umgangssprachlich meist gleichbedeutend mit Falschalarm: ein Alarm, obwohl keine tatsächliche Gefahr besteht. Ursachen und Gegenmaßnahmen sind dort beschrieben.
Fernalarmierung
Weiterleitung eines Alarms an eine entfernte Stelle, etwa an eine Notruf- und Serviceleitstelle, einen Wachdienst, die Feuerwehr oder per App an den Betreiber. Anders als ein rein örtlicher Alarm mit Sirene sorgt die Fernalarmierung dafür, dass jemand eingreift, auch wenn niemand vor Ort ist.
Fernzugriff
Zugriff auf eine Sicherheitsanlage über das Internet, etwa per App oder Software. So lassen sich unterwegs Kamerabilder ansehen, die Alarmanlage schalten, Meldungen prüfen oder Türen freigeben. Wichtig sind eine verschlüsselte Verbindung, sichere Passwörter, Zwei-Faktor-Anmeldung und regelmäßige Updates. Fachbetriebe können per Fernzugriff auch Wartung und Störungsbehebung übernehmen.
Feuerwehr-Anzeigetableau (FAT)
Anzeigeeinheit einer Brandmeldeanlage für die Feuerwehr, genormt nach DIN 14662. Sie zeigt auf einen Blick, welcher Melder oder Meldebereich ausgelöst hat, damit die Einsatzkräfte den Brandort schnell finden. Das FAT befindet sich am Feuerwehrzugang, häufig in einer Feuerwehr-Informationszentrale.
Feuerwehr-Bedienfeld (FBF)
Genormtes Bedienfeld nach DIN 14661, mit dem die Feuerwehr wichtige Funktionen einer Brandmeldeanlage einheitlich bedienen kann – etwa akustische Signale abschalten, die Übertragungseinrichtung prüfen oder die Anlage zurückstellen. Es zeigt außerdem wichtige Betriebszustände an und wird bei Anlagen mit Feuerwehraufschaltung in der Regel gefordert.
Feuerwehr-Informationszentrale (FIZ)
Gehäuse am Feuerwehrzugang, das alle für die Feuerwehr wichtigen Einrichtungen einer Brandmeldeanlage bündelt: Feuerwehr-Anzeigetableau (FAT), Feuerwehr-Bedienfeld (FBF) und die Feuerwehrlaufkarten. Je nach Ausführung ist zusätzlich ein Handfeuermelder als Hauptmelder eingebaut. So finden die Einsatzkräfte alle Informationen an einer Stelle.
Feuerwehraufschaltung
Direkte Verbindung einer Brandmeldeanlage zur Feuerwehr bzw. zu deren Leitstelle. Löst ein Melder aus, wird die Feuerwehr über die Übertragungseinrichtung automatisch alarmiert, ohne dass jemand anrufen muss. Voraussetzung ist eine Anlage nach DIN 14675, die den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der örtlichen Feuerwehr entspricht – meist mit Feuerwehr-Bedienfeld, Anzeigetableau und Schlüsseldepot. Falschalarme können kostenpflichtig sein.
Feuerwehrlaufkarten
Karten mit Grundrissplänen, die der Feuerwehr den schnellsten Weg vom Feuerwehrzugang zum ausgelösten Melder zeigen. Für jede Meldergruppe gibt es eine eigene Laufkarte, auf der auch verdeckt eingebaute Melder, etwa in Zwischendecken, markiert sind. Laufkarten liegen an der Brandmelderzentrale oder in der Feuerwehr-Informationszentrale bereit und müssen bei baulichen Änderungen aktualisiert werden.
Feuerwehrschlüsseldepot (FSD)
Gesichertes Depot an der Außenwand eines Gebäudes, in dem ein Objektschlüssel für die Feuerwehr hinterlegt ist. Es wird bei einem Alarm der Brandmeldeanlage oder über das Freischaltelement entriegelt und lässt sich dann mit dem Schlüssel der Feuerwehr öffnen. So gelangen die Einsatzkräfte schnell und ohne Gewalt ins Gebäude. Früher hieß es Feuerwehrschlüsselkasten (FSK).
Fingerabdruck
Muster der Hautleisten an der Fingerkuppe, das bei jedem Menschen einzigartig ist. Fingerabdruckleser in der Zutrittskontrolle speichern in der Regel kein Bild des Fingers, sondern nur ausgewählte Merkmale als verschlüsselten Datensatz. Beim Auflegen wird der Finger damit verglichen und die Tür bei Übereinstimmung freigegeben.
Flammenmelder
Brandmelder, der die für Flammen typische Infrarot- oder Ultraviolettstrahlung und ihr charakteristisches Flackern erkennt. Er reagiert sehr schnell auf offenes Feuer und eignet sich für Bereiche, in denen ein Brand ohne viel Rauch entstehen kann, etwa bei brennbaren Flüssigkeiten oder in hohen Hallen. Mehrere Sensoren im Melder helfen, Falschalarme durch Sonnenlicht oder Schweißarbeiten zu vermeiden.
Fotoverifizierung
Funktion von Bewegungsmeldern mit eingebauter Kamera: Bei einem Alarm nimmt der Melder eine kurze Bildserie auf und sendet sie per App oder an die Notruf- und Serviceleitstelle. So lässt sich sofort prüfen, ob tatsächlich ein Einbrecher im Raum ist oder ein Falschalarm vorliegt. Anders als bei einer Videoüberwachung entstehen Bilder in der Regel nur im Alarmfall.
Freigeländeüberwachung
Überwachung von Grundstücken, Höfen und Lagerflächen außerhalb des Gebäudes, etwa mit Außenbewegungsmeldern, Infrarot-Schranken, Zaunmeldern oder Kameras mit Videoanalyse. Eindringlinge werden so schon an der Grundstücksgrenze erkannt, lange bevor sie ein Gebäude erreichen. Mehr dazu auf der Seite Freigeländeüberwachung.
Freischaltelement (FSE)
Schlüsselschalter außen am Gebäude, meist in der Nähe des Feuerwehrschlüsseldepots. Damit kann die Feuerwehr die Brandmeldeanlage von außen auslösen, etwa wenn sie wegen eines Notrufs ohne automatischen Brandalarm vor Ort ist. Dadurch wird das Feuerwehrschlüsseldepot entriegelt und die Einsatzkräfte gelangen ins Gebäude.
Funk-Alarmanlage
Alarmanlage, deren Melder, Bedienteile und Sirenen über verschlüsselten Funk mit der Zentrale verbunden sind. Sie lässt sich ohne Stemmarbeiten nachrüsten und leicht erweitern. Hochwertige Systeme überwachen die Funkverbindung ständig und melden Störsender oder Sabotage. Die Reichweite hängt vom Gebäude ab; Funk-Repeater erweitern bei Bedarf das Funknetz. Die Batterien halten ca. 2–3 Jahre je nach Anwendung und Funktion der Geräte. Mehr dazu auf der Seite Funkalarmanlage.
Funk-Repeater
Gerät, das Funksignale zwischen Meldern und Zentrale empfängt und verstärkt weiterleitet. Es vergrößert die Funkabdeckung, etwa in großen Gebäuden, über mehrere Stockwerke, in Nebengebäuden oder bei dicken Wänden aus Stahlbeton. Wie viele Repeater nötig sind, hängt vom Gebäude ab und wird am besten mit einer Funkmessung vor Ort ermittelt.
G
Gebäudesicherung
Gesamtheit aller Maßnahmen, die ein Gebäude vor Einbruch, Vandalismus, Brand und anderen Gefahren schützen. Dazu zählen mechanische Sicherungen, Alarm- und Videotechnik, Zutrittskontrolle sowie organisatorische Regeln, zum Beispiel für die Schlüsselvergabe. Am wirksamsten ist ein Konzept, in dem die einzelnen Bausteine aufeinander abgestimmt sind.
Gefahrenmeldeanlage
Oberbegriff für Anlagen, die Gefahren für Menschen und Sachwerte erkennen und melden. Dazu gehören vor allem Einbruchmelde-, Überfallmelde- und Brandmeldeanlagen. Grundlegende Anforderungen an Planung, Errichtung und Betrieb beschreibt in Deutschland die Normenreihe DIN VDE 0833.
Gesichtserkennung
Verfahren, das Personen anhand der Merkmale ihres Gesichts erkennt, etwa Augenabstand oder Form von Nase und Kinn. Es wird in der Zutrittskontrolle und in der Videoanalyse eingesetzt. Da biometrische Daten verarbeitet werden, ist der Einsatz nach der DSGVO nur unter engen Voraussetzungen zulässig, meist nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen.
Glasbruchmelder
Melder, der das Einschlagen einer Glasscheibe erkennt. Akustische Glasbruchmelder werden im Raum montiert und erkennen das typische Geräusch von brechendem Glas; einer kann mehrere Fenster überwachen. Passive Glasbruchmelder werden direkt auf die Scheibe geklebt und reagieren auf die Schwingungen beim Bruch. Daneben gibt es Alarmglas mit eingearbeiteten Leiterschleifen.
H
Handfeuermelder
Nichtautomatischer Brandmelder, mit dem Personen einen Alarm von Hand auslösen. Nach dem Einschlagen oder Eindrücken der Scheibe wird der Knopf gedrückt und die Meldung geht an die Brandmelderzentrale. Rote Handfeuermelder lösen einen Brandalarm aus, andere Farben stehen für weitere Funktionen, blau zum Beispiel für einen internen Hausalarm. Früher hießen sie Druckknopfmelder.
Handvenenerkennung
Biometrisches Verfahren, das das Venenmuster der Hand mit Nahinfrarotlicht erfasst. Das Muster liegt unter der Haut, ist bei jedem Menschen verschieden und kaum zu fälschen. Die Erkennung funktioniert berührungslos und unabhängig von Schmutz oder kleinen Verletzungen der Hautoberfläche.
Hausnotruf
Notrufsystem für ältere oder pflegebedürftige Menschen, die allein leben. Per Knopfdruck auf einen Sender, meist als Armband oder Halskette getragen, entsteht eine Sprechverbindung zu einer rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale. Diese verständigt je nach Lage Angehörige, Pflegedienst oder Rettungsdienst. Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten.
Hinweisschild Videoüberwachung
Schild, das vor dem Erfassungsbereich einer Kamera auf die Videoüberwachung hinweist. Nach der DSGVO muss es gut sichtbar sein und unter anderem den Verantwortlichen mit Kontaktdaten, Zweck und Rechtsgrundlage sowie die Speicherdauer nennen und angeben, wo weitere Informationen erhältlich sind. Ein Kamerasymbol allein reicht nicht aus.
Hybrid-Alarmanlage
Alarmanlage, an deren Zentrale sowohl kabelgebundene als auch Funkmelder angeschlossen sind. So lassen sich die Vorteile beider Techniken verbinden: Kabel dort, wo Leitungen vorhanden oder leicht zu verlegen sind, Funk dort, wo Stemmarbeiten vermieden werden sollen. Hybridanlagen eignen sich besonders, um bestehende Anlagen zu erweitern oder Alt- und Neubauteile gemeinsam abzusichern.
I
Identmittel
Oberbegriff für alles, womit sich eine Person an einem Zutrittssystem ausweist: Chipkarte, Schlüsselanhänger (Transponder), Smartphone, PIN-Code oder ein biometrisches Merkmal wie der Fingerabdruck. Man unterscheidet aktive, passive und biometrische Identmittel. Für mehr Sicherheit lassen sich zwei Merkmale kombinieren, etwa Karte und PIN.
Infrarot (IR)
Für das menschliche Auge unsichtbare Strahlung jenseits des roten Lichts, zu der auch die Wärmestrahlung gehört. Die Sicherheitstechnik nutzt sie vielfältig: Infrarot-Strahler ermöglichen Kamerabilder bei Dunkelheit, passive Infrarotmelder erkennen die Wärmestrahlung von Personen und Infrarot-Schranken überwachen Durchgänge und Freiflächen.
Infrarot-Bewegungsmelder (PIR)
Häufigster Bewegungsmelder in Alarmanlagen. Er sendet selbst nichts aus, sondern erkennt die Wärmestrahlung von Menschen – daher die Bezeichnung passiver Infrarotmelder (PIR). Bewegt sich eine Wärmequelle durch mehrere Erfassungszonen, löst er aus. Haustierimmune Ausführungen ignorieren kleinere Tiere bis zu einem bestimmten Gewicht.
Infrarot-Schranke
Lichtschranke mit unsichtbaren Infrarotstrahlen zwischen Sender und Empfänger. Wird der Strahl unterbrochen, meldet die Schranke Alarm. Mehrere Strahlen übereinander, die gleichzeitig unterbrochen werden müssen, verringern Falschalarme durch Tiere oder Laub. Infrarot-Schranken sichern zum Beispiel Zäune, Einfahrten, Dächer und Freiflächen.
Inkontinenzsensor
Sensor in Form einer textilen Betteinlage, der Nässe im Bett erkennt und das Pflegepersonal über die Rufanlage informiert. Pflegekräfte können so gezielt helfen, statt nachts in festen Abständen zu kontrollieren. Das schont den Schlaf der Bewohner und beugt Hautproblemen vor, die durch längere Nässe entstehen können.
Innenraum-Überwachung
Überwachung von Räumen im Gebäudeinneren, meist mit Bewegungsmeldern. Sie ist einfach umzusetzen, erkennt einen Täter aber erst, wenn er bereits im Gebäude ist. Deshalb wird sie vor allem bei Abwesenheit scharf geschaltet und häufig mit der Außenhaut-Überwachung kombiniert.
Intervention
Eingreifen einer hilfeleistenden Stelle nach einem Alarm, etwa durch einen Wachdienst, die Polizei oder die Feuerwehr. Bei einer Aufschaltung auf eine Notruf- und Serviceleitstelle wird vorab in einem Maßnahmenplan festgelegt, wer benachrichtigt wird und wer vor Ort nach dem Rechten sieht. Je schneller die Intervention, desto geringer meist der Schaden.
Ionisationsrauchmelder
Rauchmelder, der die Luft in seiner Messkammer mit einer schwach radioaktiven Quelle ionisiert und auf Veränderungen durch Rauchpartikel reagiert. Wegen der Radioaktivität werden Ionisationsmelder heute kaum noch eingesetzt. In Wohnungen und den meisten Gebäuden sind optische Rauchmelder Standard.
IP-Kamera
Digitale Videokamera, die ihre Bilder über ein Computernetzwerk überträgt – per Netzwerkkabel, WLAN oder Mobilfunk. Viele IP-Kameras werden über das Netzwerkkabel auch mit Strom versorgt (Power over Ethernet, PoE). Sie liefern hohe Auflösungen, lassen sich aus der Ferne bedienen und haben oft eine Videoanalyse eingebaut.
Iriserkennung
Biometrisches Verfahren, bei dem eine Kamera die Regenbogenhaut (Iris) des Auges aufnimmt. Ihr Muster ist bei jedem Menschen einzigartig und bleibt ein Leben lang weitgehend unverändert. Die Iriserkennung gilt als sehr zuverlässig und wird vor allem in Hochsicherheitsbereichen eingesetzt.
K
Kennzeichenerkennung (LPR)
Videoanalyse, die Fahrzeugkennzeichen automatisch liest (englisch License Plate Recognition). Typische Anwendung ist die Zufahrtskontrolle: Bekannte Kennzeichen öffnen Schranke oder Tor, alle Durchfahrten werden protokolliert und lassen sich später gezielt suchen. Da Kennzeichen als personenbezogene Daten gelten, muss der Einsatz datenschutzrechtlich sorgfältig geplant werden.
Kontaktbehaftete Identmittel
Identmittel, die zum Lesen in ein Gerät gesteckt oder durch einen Leser gezogen werden müssen, etwa Magnetstreifen- oder Kontaktchipkarten. Magnetstreifen lassen sich leicht kopieren und verschleißen schnell, sie gelten daher heute als nicht mehr sicher genug. In neuen Anlagen werden überwiegend berührungslose Identmittel eingesetzt.
Konventionelle Alarmanlage
Alarmanlage, bei der Melder und Komponenten über Kabel mit der Zentrale verbunden sind. Die Verdrahtung liefert dauerhaft Strom, ein Batteriewechsel in den Meldern entfällt, und die Verbindung gilt als besonders störunempfindlich. Am einfachsten lässt sich eine kabelgebundene Anlage im Neubau oder bei einer Sanierung einplanen. Ergänzend sind Funkmelder in einer Hybrid-Alarmanlage möglich.
Körperschallmelder
Melder, der Schwingungen in festen Materialien wie Beton, Stahl oder Mauerwerk erkennt. Er unterscheidet typische Angriffe wie Bohren, Schlagen, Trennschleifen oder Schneidbrennen von normalen Umgebungsgeräuschen. Körperschallmelder sichern vor allem Tresore, Wertbehältnisse, Geldautomaten und Tresorräume.
L
Laserscanner
Melder, der mit unsichtbaren Laserstrahlen eine Fläche abtastet, etwa eine Wand, ein Dach oder den Bereich vor einer Fassade. Er erkennt Größe, Position und Bewegung eines Objekts und kann so zwischen Personen und Kleintieren unterscheiden. Laserscanner werden zur Sicherung von Freiflächen, Fassaden und hohen Hallen eingesetzt.
Lichtrufanlage
Rufsystem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, mit dem Patienten oder Bewohner Pflegepersonal herbeirufen. Ein Ruf wird über Signalleuchten am Zimmer und im Flur angezeigt und meist zusätzlich auf Displays oder mobile Telefone weitergeleitet. Moderne Anlagen nehmen auch Meldungen von Sensoren auf, etwa bei einem Sturz. Die Anforderungen beschreibt die Norm DIN VDE 0834.
Lineare Rauchmelder
Rauchmelder aus Sender und Empfänger bzw. Reflektor, zwischen denen ein unsichtbarer Infrarot-Lichtstrahl unterhalb der Decke verläuft. Steigt Rauch auf, schwächt er den Strahl ab und der Melder löst aus. Lineare Rauchmelder eignen sich für große, hohe Räume wie Hallen, Lager oder Atrien.
Lineare Wärmemelder
Wärmemelder in Form eines Sensorkabels, das entlang des zu überwachenden Bereichs verlegt wird. Es erkennt eine Temperaturerhöhung auf seiner gesamten Länge und wird zum Beispiel in Tunneln, Tiefgaragen, Kabelkanälen oder an Förderbändern eingesetzt, wo punktförmige Melder ungeeignet sind.
M
Mehrfachsensormelder
Brandmelder, der mehrere Sensoren in einem Gerät vereint, etwa für Rauch, Wärme und Kohlenmonoxid. Die Messwerte werden gemeinsam ausgewertet. So erkennt der Melder Brände früher und sicherer und kann sie besser von Täuschungsgrößen wie Wasserdampf oder Staub unterscheiden.
Meldebereich
Abgegrenzter Teil eines überwachten Objekts, zum Beispiel ein Stockwerk, ein Brandabschnitt oder eine Gruppe von Räumen. Die Einteilung in Meldebereiche sorgt dafür, dass bei einer Meldung sofort klar ist, wo sich die Gefahrenstelle befindet.
Meldergruppe
Zusammenfassung mehrerer Melder, die gemeinsam ausgewertet und angezeigt werden – etwa alle Melder eines Raumes oder Flurs. Die Zentrale zeigt an, welche Gruppe ausgelöst hat. Bei modernen Busanlagen wird zusätzlich der einzelne Melder genau angezeigt.
Merkmalsuche (Videoanalyse)
Funktion der KI-gestützten Videoanalyse, mit der sich große Mengen an Aufzeichnungen gezielt durchsuchen lassen – etwa nach einer Person mit roter Jacke oder einem weißen Lieferwagen. Statt stundenlang Videomaterial zu sichten, zeigt das System passende Treffer aus allen Kameras mit Zeitpunkt an.
N
Nachtsicht
Fähigkeit einer Kamera, auch bei Dunkelheit verwertbare Bilder zu liefern. Meist beleuchten eingebaute Infrarot-Strahler die Szene mit für Menschen unsichtbarem Licht, das Bild erscheint dann schwarz-weiß. Kameras mit Weißlicht oder besonders lichtstarken Sensoren zeigen auch nachts Farbbilder. Wie weit die Nachtsicht reicht, hängt von Kamera und Umgebung ab.
Netzwerk-Videorekorder (NVR)
Gerät, das die Bilder mehrerer IP-Kameras über das Netzwerk empfängt und auf Festplatten aufzeichnet. Über einen angeschlossenen Monitor, eine Software oder eine App lassen sich Livebilder und Aufzeichnungen ansehen, durchsuchen und Ausschnitte exportieren. Je nach Ausführung versorgt der Rekorder die Kameras auch über das Netzwerkkabel mit Strom. Mehr dazu auf der Seite Aufzeichnungssystem.
Netzwerkkameras
Anderer Begriff für IP-Kamera: Kameras, die ihre Bilder über ein Computernetzwerk übertragen und sich per Software oder App bedienen lassen.
Notfallplan
Schriftlich festgelegter Ablauf, was bei einem Notfall wie Brand, Einbruch, Überfall, medizinischem Notfall oder technischer Störung zu tun ist. Er regelt Zuständigkeiten, Alarmierungswege, Telefonnummern und Sammelplätze. Damit er im Ernstfall funktioniert, muss er allen Beteiligten bekannt sein, regelmäßig geübt und aktuell gehalten werden.
Notruf- und Serviceleitstelle (NSL)
Rund um die Uhr besetzte Leitstelle, die Alarme von Einbruch-, Überfall-, Brand- oder Videoanlagen empfängt und bearbeitet. Das Personal prüft die Meldung, etwa anhand von Kamerabildern, und veranlasst nach einem vorher festgelegten Maßnahmenplan Hilfe – zum Beispiel einen Wachdienst, die Polizei oder die Benachrichtigung des Betreibers. Anforderungen an solche Alarmempfangsstellen beschreibt die Norm DIN EN 50518.
O
Öffnungsmelder (Magnetkontakt)
Melder für Fenster und Türen, meist bestehend aus einem Magneten am Flügel und einem Kontakt am Rahmen. Wird geöffnet, entfernt sich der Magnet vom Kontakt und der Melder meldet die Öffnung. Viele Funk-Öffnungsmelder erkennen zusätzlich Erschütterungen oder eine Neigung, etwa beim Aufhebeln oder bei gekippten Fenstern.
Online- und Offline-Zutrittssystem
Bei einem Online-System sind Leser und Türen ständig mit der Zentrale verbunden: Berechtigungen gelten sofort, Ereignisse erscheinen in Echtzeit. Offline-Komponenten wie batteriebetriebene Schließzylinder oder Beschläge arbeiten ohne Kabel; Änderungen werden über ein Programmiergerät, über das Identmittel selbst oder per Funk übertragen. In der Praxis werden beide Varianten oft kombiniert.
Optischer Rauchmelder
Die häufigste Art von Rauchmelder, auch in Wohnungen. In seiner dunklen Messkammer sendet eine Leuchtdiode regelmäßig Lichtimpulse aus. Dringt Rauch ein, wird das Licht an den Partikeln gestreut und trifft auf einen Lichtempfänger – der Melder löst aus. Man spricht deshalb auch vom Streulichtprinzip.
Optischer Zoom
Vergrößerung über das Objektiv durch Verändern der Brennweite. Anders als beim digitalen Zoom bleiben alle Details erhalten, weil der Bildsensor den vergrößerten Ausschnitt in voller Auflösung aufnimmt. Der Zoomfaktor gibt das Verhältnis von größter zu kleinster Brennweite an: Ein 4-fach-Zoom vergrößert also viermal.
P
Passive Identmittel
Identmittel ohne eigene Batterie, etwa Chipkarten, Schlüsselanhänger oder Aufkleber mit RFID-Chip. Sie werden erst aktiv, wenn sie in das Feld eines Lesers gelangen, das sie mit Energie versorgt. Passive Identmittel sind günstig und wartungsfrei und deshalb in der Zutrittskontrolle am weitesten verbreitet.
Perimeterüberwachung
Anderer Begriff für Freigeländeüberwachung: Schutz der Grundstücksgrenze (Perimeter) mit Zaunmeldern, Infrarot-Schranken oder Kameras mit Videoanalyse.
Pflegedokumentation
Schriftliche oder digitale Aufzeichnung der pflegerischen Maßnahmen, Beobachtungen und Messwerte eines pflegebedürftigen Menschen. Sie ist für Pflegeeinrichtungen verpflichtend und dient der Qualitätssicherung, dem Nachweis gegenüber Kostenträgern und der Übergabe zwischen den Schichten. Assistenzsysteme können Messwerte und Ereignisse wie Stürze automatisch in die Pflegesoftware übertragen – das spart Schreibarbeit und vermeidet Übertragungsfehler.
Privatzone (Maskierung)
Bereich im Kamerabild, der dauerhaft geschwärzt oder verpixelt wird, etwa das Nachbargrundstück, ein Gehweg oder ein fremdes Fenster. Diese Bereiche werden weder angezeigt noch aufgezeichnet. Privatzonen helfen, die Videoüberwachung auf das eigene Grundstück zu beschränken und die Vorgaben des Datenschutzes einzuhalten.
Protokollierung
Automatische Aufzeichnung von Ereignissen in einem Ereignisprotokoll, etwa wer wann welche Tür geöffnet oder die Alarmanlage geschaltet hat, dazu Alarme und Störungen. Das Protokoll hilft bei der Aufklärung von Vorfällen und bei der Fehlersuche. Weil dabei personenbezogene Daten entstehen, gelten die Regeln des Datenschutzes; in Betrieben ist meist der Betriebsrat zu beteiligen.
PTZ-Kamera
Kamera, die sich ferngesteuert schwenken (Pan), neigen (Tilt) und zoomen (Zoom) lässt. So kann ein großer Bereich beobachtet und ein Detail gezielt herangeholt werden. PTZ-Kameras fahren festgelegte Positionen automatisch an oder folgen einem Objekt. Da sie immer nur einen Ausschnitt zeigen, ergänzen sie meist fest ausgerichtete Kameras.
R
Radar-Sturzsensor
Sensor an Wand oder Decke, der mit schwachen Radarwellen Bewegungen und Körperhaltung im Raum erfasst – ohne Kamera und ohne Mikrofon. Erkennt er einen Sturz, meldet er diesen sofort über die Lichtrufanlage. Je nach Ausführung meldet er auch lange Inaktivität oder das Verlassen von Bett oder Zimmer. Die Bewohner müssen dafür nichts am Körper tragen.
Rauchansaugsystem (RAS)
Brandmelder, der über ein Rohrnetz mit kleinen Ansaugöffnungen ständig Luft aus dem überwachten Bereich ansaugt und in einem zentralen Gerät auf Rauchpartikel prüft. Er erkennt Brände sehr früh, oft schon im Schwelstadium. Weil das Gerät gut erreichbar montiert wird, eignet es sich für Lager, Hallen, Serverräume, Kühlhäuser und schwer zugängliche Decken. Mehr dazu auf der Seite Rauchansaugsystem.
Rauchwarnmelder
Rauchmelder für Wohnungen und Häuser, der mit einem lauten Signalton vor Rauch warnt – vor allem nachts, denn im Schlaf nimmt man Brandgeruch nicht wahr. Rauchwarnmelder müssen der Produktnorm DIN EN 14604 entsprechen, in allen Bundesländern gilt eine Rauchwarnmelderpflicht. Untereinander vernetzte Melder warnen im ganzen Haus gleichzeitig, sobald einer auslöst.
Praxis-Tipp: In Küche und Bad lösen Rauchwarnmelder durch Dampf leicht Falschalarme aus; dort sind Wärmemelder die bessere Wahl.
Rauchwarnmelderpflicht
Gesetzliche Pflicht, Wohnungen mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Sie gilt in allen deutschen Bundesländern und ist in den Landesbauordnungen geregelt. Ausgestattet werden müssen mindestens Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die als Rettungsweg dienen; einige Länder fordern Melder in weiteren Aufenthaltsräumen. Wer für Einbau und Wartung zuständig ist – Eigentümer oder Bewohner –, regeln die Länder unterschiedlich.
RFID
Abkürzung für Radio Frequency Identification: Technik, mit der Daten berührungslos per Funk zwischen einem Chip (Transponder) und einem Lesegerät ausgetauscht werden. In der Zutrittskontrolle steckt RFID in Chipkarten, Schlüsselanhängern und Armbändern. Moderne Verfahren verschlüsseln die Daten, damit Medien nicht unbemerkt kopiert werden können.
S
Sabotage
Absichtliches Stören, Manipulieren oder Beschädigen einer Sicherheitsanlage, etwa durch Öffnen von Gehäusen, Durchtrennen von Leitungen, Abdecken von Meldern, Verdrehen von Kameras oder Störsender. Sicherheitsanlagen überwachen sich deshalb selbst und melden Sabotageversuche sofort – auch im unscharfen Zustand.
Sabotagekontakt
Schalter in Meldern, Zentralen, Bedienteilen oder Sirenen, der das Öffnen des Gehäuses oder das Abreißen von der Wand erkennt. Die Anlage meldet einen solchen Sabotageversuch sofort – auch im unscharfen Zustand. So wird verhindert, dass Komponenten unbemerkt manipuliert werden.
Scharfschalten
Aktivieren der Alarmanlage, damit sie bei einer Auslösung Alarm gibt; Unscharfschalten bedeutet entsprechend das Deaktivieren. Geschaltet wird am Bedienteil mit Code, Chip oder Karte, per Schlüsselschalter oder per App. Bei der Internscharfschaltung wird nur die Außenhaut überwacht, damit sich Anwesende im Haus frei bewegen können; bei der Externscharfschaltung zusätzlich der Innenraum.
Selbstlernende Videoanalyse
Videoanalyse mit künstlicher Intelligenz, die Personen und Fahrzeuge zuverlässig erkennt und unwichtige Bewegungen wie Schatten, Laub, Regen oder Tiere ignoriert. Das System lernt die normale Szene kennen und meldet nur relevante Ereignisse. Das reduziert Falschalarme deutlich und entlastet alle, die Kamerabilder auswerten. Mehr dazu auf der Seite KI-Videoanalyse.
Sicherheitsberatung
Fachliche Analyse eines Gebäudes oder Grundstücks mit dem Ziel, Risiken zu erkennen und passende Schutzmaßnahmen zu planen. Betrachtet werden Schwachstellen, Nutzung, Abläufe, Versicherungsauflagen und Budget. Ergebnis ist ein abgestimmtes Konzept aus mechanischer Sicherung, Alarm-, Video-, Brandschutz- und Zutrittstechnik.
Sicherheitsnebelsystem
Gerät, das bei Alarm innerhalb von Sekunden einen dichten, für Menschen ungefährlichen Nebel erzeugt. Der Täter verliert die Orientierung und kann kaum noch etwas finden oder mitnehmen; Waren und Einrichtung bleiben in der Regel unbeschädigt. Das Nebelsystem wird mit der Alarmanlage gekoppelt und schützt besonders gefährdete Räume wie Verkaufsflächen, Lager oder Büros. Mehr dazu auf der Seite Nebelsystem.
Sicherungsbereich
Bereich, der von einer Gefahrenmeldeanlage überwacht wird – zum Beispiel ein ganzes Gebäude, ein Stockwerk oder ein einzelner Raum. Bei Einbruchmeldeanlagen lassen sich Sicherungsbereiche oft getrennt scharf und unscharf schalten, etwa Büro und Lager. Innerhalb eines Sicherungsbereichs wird weiter in Meldebereiche unterteilt.
Sirene
Akustischer Signalgeber, der im Alarmfall laut warnt. Innensirenen stören den Täter und alarmieren Anwesende, Außensirenen – meist mit Blitzleuchte – machen Nachbarn und Passanten aufmerksam und zeigen Einsatzkräften den Ort. Schon eine sichtbar montierte Außensirene wirkt abschreckend. Die Dauer des akustischen Außenalarms ist begrenzt, die Blitzleuchte leuchtet meist weiter.
Smarte Steckdose
Zwischenstecker oder Unterputz-Steckdose, die per Funk mit der Alarmzentrale verbunden ist. Angeschlossene Geräte lassen sich per App, Zeitplan oder Szenario schalten – etwa so, dass Bügeleisen und Heizlüfter beim Scharfschalten automatisch ausgehen. Viele Modelle zeigen den Stromverbrauch an und schützen vor Überlast. Mehr dazu unter Smart Home.
Smartphone als Schlüssel (BLE/NFC)
Das Smartphone dient als Identmittel: Eine App überträgt die Berechtigung per Bluetooth Low Energy (BLE) oder NFC an den Leser oder den digitalen Schließzylinder. Berechtigungen lassen sich so schnell aus der Ferne vergeben, befristen und wieder entziehen – praktisch etwa für Handwerker, Gäste oder Pflegedienste. Das Smartphone selbst sollte durch PIN oder Biometrie geschützt sein.
Speicherdauer
Zeitraum, für den Videoaufzeichnungen aufbewahrt werden, bevor sie automatisch gelöscht oder überschrieben werden. Nach der DSGVO dürfen Aufnahmen nur so lange gespeichert werden, wie es für den Zweck nötig ist; die Aufsichtsbehörden halten in der Regel wenige Tage für ausreichend. Technisch bestimmen Auflösung, Bildrate, Kompression und Speicherplatz, wie lange gespeichert werden kann.
Sprinkleranlage
Automatische Löschanlage mit einem Rohrnetz unter der Decke, an dem Sprinklerköpfe sitzen. Jeder Sprinkler öffnet einzeln, sobald die Hitze an seiner Stelle die Auslösetemperatur erreicht – gelöscht wird also nur dort, wo es brennt. So wird ein Feuer schon in der Entstehung bekämpft und meist eingedämmt, bevor es sich zum Großbrand entwickelt.
Stiller Alarm
Alarm, der vor Ort weder Sirene noch Blitzleuchte auslöst, sondern unbemerkt an eine Notruf- und Serviceleitstelle, einen Wachdienst oder die Polizei geht. Er wird bei Überfall oder Bedrohung genutzt, damit Täter nicht gewarnt werden und anwesende Personen nicht in Gefahr geraten.
Sturzerkennung
Automatisches Erkennen eines Sturzes, damit schnell Hilfe kommt – besonders nachts oder wenn niemand sonst im Zimmer ist. Neben am Körper getragenen Geräten gibt es kontaktlose Sensoren an Wand oder Decke, etwa mit Radar oder 3D-Infrarot. Sie arbeiten ohne Kamerabild und melden einen Sturz direkt über die Lichtrufanlage. Mehr dazu auf der Seite Pflegeassistenz.
Szenario (Automatisierung)
Festgelegte Abfolge, mit der eine Sicherheitsanlage auf ein Ereignis reagiert: Beim Scharfschalten gehen Licht und Steckdosen aus, bei Alarm schalten sich Außenlicht und Kamera-Aufnahme ein, bei Rauch werden Geräte stromlos. Szenarien laufen direkt in der Zentrale und funktionieren auch ohne Internet.
T
TAB
Abkürzung für Technische Anschlussbedingungen, auch Technische Aufschaltbedingungen genannt. Darin legt die zuständige Feuerwehr fest, welche Anforderungen eine Brandmeldeanlage erfüllen muss, damit sie auf die Feuerwehr aufgeschaltet werden darf – etwa zu Feuerwehr-Bedienfeld, Schlüsseldepot, Laufkarten und Zugangsweg. Die TAB unterscheiden sich von Ort zu Ort.
Touch-Lichtschalter
Lichtschalter mit berührungsempfindlicher Fläche statt mechanischer Wippe. In Verbindung mit einer Alarmanlage schaltet er das Licht auch per App, Zeitplan oder Szenario – zum Beispiel automatisch aus beim Scharfschalten und an bei Alarm.
Transponder
Kleiner Chip mit Antenne, der in Schlüsselanhängern, Chipkarten, Armbändern oder Aufklebern steckt. Hält man ihn an einen Leser, überträgt er berührungslos seine Kennung bzw. verschlüsselte Daten. Transponder werden für Zutrittskontrolle, digitale Schließzylinder und das Bedienen von Alarmanlagen genutzt; ein verlorener Transponder lässt sich einfach sperren.
U
Überfallmelder (Paniktaste)
Melder, mit dem eine bedrohte Person unauffällig Hilfe ruft – etwa als Taster unter dem Kassentisch, als Funkhandsender oder als Paniktaste in der App. Der Alarm wird meist still an eine Notruf- und Serviceleitstelle oder die Polizei übertragen, damit der Täter nicht gewarnt wird. Überfallmelder sind in der Regel rund um die Uhr aktiv, auch wenn die Alarmanlage unscharf ist.
Übermittlung
Weitergabe einer Alarm- oder Störungsmeldung von der Zentrale an eine Empfangsstelle oder an das Smartphone. Heute geschieht das meist über das Internet und zusätzlich über Mobilfunk. Ein zweiter, unabhängiger Übertragungsweg ist wichtig: Fällt das Internet aus oder wird eine Leitung sabotiert, kommt der Alarm trotzdem an. Die Anlage prüft dabei ständig, ob die Verbindungen bestehen.
Übertragungseinrichtung (ÜE)
Gerät, das Meldungen einer Gefahrenmeldeanlage automatisch an eine hilfeleistende Stelle überträgt – bei Brandmeldeanlagen an die Feuerwehr, bei Einbruchmeldeanlagen meist an eine Notruf- und Serviceleitstelle. Die Verbindung wird ständig überwacht, sodass ein Ausfall sofort auffällt. Oft ist die Übertragungseinrichtung bereits in die Zentrale eingebaut.
Überwachungskameras
Kameras, die Gebäude, Grundstücke, Lager, Parkplätze oder Verkaufsräume beobachten und die Bilder meist aufzeichnen. Es gibt sie für innen und außen in verschiedenen Bauformen, etwa als Rohrkamera (Bullet), Kuppelkamera (Dome) oder schwenkbare PTZ-Kamera. Wichtige Kriterien sind Auflösung, Nachtsicht, Witterungsschutz und Videoanalyse. Beim Einsatz ist der Datenschutz zu beachten.
V
VdS
Kurz für VdS Schadenverhütung, ein Unternehmen der deutschen Versicherungswirtschaft. Der VdS prüft und zertifiziert Sicherheitsprodukte, Anlagen und Errichterfirmen und gibt Richtlinien heraus, zum Beispiel für Einbruch-, Brandmelde- und Videoanlagen. Versicherer verlangen bei höheren Risiken oft eine VdS-anerkannte Anlage. Einbruchmeldeanlagen werden dabei in die Klassen A, B und C eingeteilt, wobei C die höchsten Anforderungen stellt.
Vereinzelungsanlage (Drehkreuz, Schleuse)
Anlage, die sicherstellt, dass immer nur eine Person einen Zugang passiert – etwa ein Drehkreuz, eine Drehsperre, eine Schwenktür oder eine Personenschleuse mit zwei Türen. Sie verhindert, dass Unberechtigte zusammen mit einer berechtigten Person hindurchgehen. Eingesetzt wird sie zum Beispiel in Rechenzentren, an Werkszugängen, in Stadien oder in Sicherheitsbereichen.
Verschlusskontrolle (Riegelkontakt)
Überwachung, ob eine Tür nicht nur geschlossen, sondern auch abgeschlossen ist. Ein Riegelkontakt im Schließblech erkennt, ob der Schlossriegel ausgefahren ist. Die Alarmanlage lässt sich dann nur scharf schalten, wenn alle überwachten Türen verriegelt sind – ein wichtiger Baustein der Zwangsläufigkeit.
Videokamera
Kamera, die bewegte Bilder aufnimmt. In der Sicherheitstechnik werden heute überwiegend digitale IP-Kameras eingesetzt, die ihre Bilder über das Netzwerk an einen Rekorder, eine Software oder eine App übertragen; ältere analoge Kameras werden zunehmend ersetzt. Eine Tonaufzeichnung ist bei der Videoüberwachung in aller Regel nicht zulässig.
Videokompression
Verfahren, das die Datenmenge von Videobildern verkleinert, damit sie sich über das Netzwerk übertragen und platzsparend speichern lassen. Gängige Standards sind H.264 und das effizientere H.265. Wie viele Daten pro Sekunde anfallen, gibt die Bitrate an: Höhere Bitraten bedeuten bessere Bildqualität, aber auch mehr Speicherbedarf und Netzwerklast.
Videoüberwachung
Beobachtung von Gebäuden, Grundstücken oder Räumen mit Kameras, meist verbunden mit Aufzeichnung und Videoanalyse. Sie schreckt ab, hilft bei der Aufklärung von Vorfällen und kann zusammen mit einer Alarmanlage Alarme per Bild bestätigen. Wer Personen filmt, muss die DSGVO beachten: Zweck festlegen, Hinweisschilder anbringen, Privatzonen einrichten und Aufnahmen nur kurz speichern. Mehr dazu auf der Seite Videoüberwachung.
Videoverifikation
Überprüfung eines Alarms anhand von Livebildern oder Aufzeichnungen der Kameras. Nach einer Auslösung sieht sich der Betreiber per App oder die Notruf- und Serviceleitstelle die Bilder an und entscheidet, ob ein echter Einbruch vorliegt. So werden Einsatzkräfte gezielt alarmiert und unnötige Einsätze durch Falschalarme vermieden.
Vitalwertsensor
Sensor, der Atem- und Herzfrequenz einer Person im Bett kontaktlos erfasst, etwa befestigt am Bettgestell oder unter der Matratze. Weichen die Werte deutlich vom eingestellten Bereich ab, wird das Pflegepersonal über die Rufanlage informiert. Zusätzlich erkennt der Sensor, ob jemand im Bett liegt. Die Messwerte lassen sich automatisch in die Pflegedokumentation übernehmen.
W
Wärmebildkamera
Kamera, die statt sichtbarem Licht die Wärmestrahlung von Personen, Fahrzeugen und Gegenständen abbildet. Sie funktioniert auch bei völliger Dunkelheit, Gegenlicht oder Rauch und eignet sich besonders zur Überwachung großer Freiflächen. Personen sind erkennbar, aber nicht identifizierbar. Spezielle Wärmebildkameras messen Temperaturen und warnen früh vor Glutnestern, etwa auf Recyclinghöfen oder in Lagern.
Wärmemelder
Brandmelder, der auf Hitze statt auf Rauch reagiert, daher auch Hitzemelder genannt. Maximalmelder lösen bei einer festgelegten Temperatur aus, Differenzialmelder zusätzlich bei ungewöhnlich schnellem Temperaturanstieg. Wärmemelder eignen sich für Räume, in denen Rauchmelder durch Dampf, Staub oder Abgase Falschalarme auslösen würden, etwa Küchen, Garagen oder Werkstätten. In Schlafräumen und Fluren sind dagegen Rauchwarnmelder vorgeschrieben.
Wartung und Inspektion
Regelmäßige Prüfung und Instandhaltung von Sicherheitsanlagen, damit sie im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Dabei werden Melder getestet, Akkus und Batterien geprüft, Verbindungen kontrolliert und Verschleißteile ersetzt. Für Gefahrenmeldeanlagen legen Normen wie DIN VDE 0833 Intervalle fest; Brandmeldeanlagen werden zum Beispiel viermal im Jahr inspiziert und einmal jährlich gewartet. Auch Versicherer verlangen oft eine regelmäßige Wartung. Mehr dazu auf der Seite Service.
Wassermelder
Melder, der austretendes Wasser am Boden erkennt, etwa durch eine defekte Waschmaschine, einen geplatzten Schlauch oder Rückstau im Keller. Er meldet den Wasserschaden sofort per Signalton und App. In Kombination mit einem elektrischen Absperrventil kann die Wasserzufuhr automatisch geschlossen werden. Wassermelder lassen sich meist in die Alarmanlage einbinden.
WDR (Wide Dynamic Range)
Funktion von Kameras für Szenen mit sehr hellen und sehr dunklen Bereichen zugleich, etwa ein Eingang mit Gegenlicht oder eine Einfahrt mit Sonne und Schatten. Die Kamera gleicht die Helligkeitsunterschiede aus, sodass Gesichter oder Kennzeichen auch im Gegenlicht erkennbar bleiben. Ohne WDR wäre ein Teil des Bildes überstrahlt oder zu dunkel.
Weglaufschutz
System, das in Pflegeeinrichtungen meldet, wenn desorientierte Bewohner – etwa mit Demenz – einen geschützten Bereich unbemerkt verlassen wollen. Meist trägt die Person einen Transponder, und Sensoren an den Ausgängen erkennen, wenn sie die Tür passiert; das Pflegepersonal wird über die Rufanlage benachrichtigt. Die Türen müssen dafür nicht verschlossen werden, die Bewegungsfreiheit im Haus bleibt erhalten.
Z
Zeitprofil
Zeitliche Regel in einem Zutrittssystem, die festlegt, wann eine Berechtigung gilt – etwa nur werktags während der Arbeitszeit. Zeitprofile können Türen auch automatisch steuern, zum Beispiel einen Eingang während der Öffnungszeiten dauerhaft freigeben und danach wieder verriegeln. Feiertage und Ausnahmen lassen sich gesondert festlegen.
Zoom
Vergrößern eines Bildausschnitts, um entfernte Details näher heranzuholen. Man unterscheidet den optischen Zoom über das Objektiv, bei dem die Bildqualität erhalten bleibt, und den digitalen Zoom, bei dem nur vorhandene Bildpunkte vergrößert werden. Um Personen oder Kennzeichen auf Distanz zu erkennen, ist ein optischer Zoom deutlich besser geeignet.
Zutrittsberechtigung
Festlegung, welche Person welche Türen oder Bereiche betreten darf. Berechtigungen werden im Zutrittssystem einer Person oder Gruppe zugeordnet und mit ihrem Identmittel verknüpft – etwa „Haupteingang und Büro, aber nicht Serverraum“. Sie lassen sich jederzeit ändern oder entziehen, zum Beispiel wenn jemand das Unternehmen verlässt oder ein Medium verloren geht.
Zutrittskontrolle
System, das regelt, wer wann welche Türen, Tore oder Bereiche betreten darf – nach dem Prinzip „Wer, wann, wo“. Statt mechanischer Schlüssel dienen Identmittel wie Chip, Karte, Smartphone oder Fingerabdruck. Berechtigungen lassen sich jederzeit ändern, verlorene Medien sofort sperren, und jeder Zutritt kann protokolliert werden. Mehr dazu auf der Seite Zutrittskontrolle.
Zwangsläufigkeit
Prinzip bei Einbruchmeldeanlagen, das Bedienfehler verhindert: Die Anlage lässt sich nur scharf schalten, wenn alle Melder in Ruhe und die überwachten Türen verschlossen sind. Umgekehrt kann der gesicherte Bereich nicht betreten werden, solange die Anlage scharf ist – etwa durch ein Blockschloss an der Zugangstür. So werden Falschalarme durch versehentliches Öffnen vermieden. VdS-anerkannte Anlagen müssen zwangsläufig aufgebaut sein.
Kein Begriff gefunden. Probieren Sie ein anderes Stichwort oder fragen Sie uns direkt.
Kostenlose Beratung
Ein Begriff ist Ihnen noch unklar?
Wir erklären Ihnen gerne persönlich, welche Technik für Ihr Objekt sinnvoll ist – kostenlos und unverbindlich.
- VdS-anerkannter Fachbetrieb seit 1984
- Planung, Montage und Inbetriebnahme aus einer Hand
- Wartung und Rufbereitschaft für Vertragskunden
Lieber direkt sprechen?08221 3699-0